Erster Chorauftritt mit unserem neuen Dirigenten © Foto Guido Schärli

Unser nächstes Konzert - Sa 18. Mai und So 19. Mai 2019

 

 

 

 

 

Freiheit. Wer will sie nicht? Wie wäre das Leben, wenn man sie nicht hätte? Was würde man wagen. um sie wiederzukriegen?

ln allen Zeitaltern haben Menschen, die gefangen oder unterdrückt waren, von der Freiheit gesungen, in tiefer Sehnsucht nach ihr. Viele waren sogar bereit, dafür zu sterben. Was könnte einem als Gefangener, als Unterdrückter, als Sklave dringender sein, als die Suche nach der Bestimmung des eigenen Lebens, des individuellen Schicksals?

Diese Freiheit, nicht unsere, welche wir schon geniessen, sondern diejenige, die noch ein Traum ist, die Freiheit, die noch zu gewinnen ist, wird hier und da im Verlauf unseres Konzerts widerhallen. Dieses Bedürfnis, nicht nur nach Freiheit, sondern auch in der schrecklichen Situation der Sklaverei eine Stimme zu haben, sich ausdrücken zu können...

Glücklicherweise ist der Mensch darin geübt, Gram, Unglück und Schreckliches in Schönes, in Hoffnungsvolles, in Kunst zu verwandeln. Und das in geheimnisvollen Mischungen. Die altafrikanischen musikalische Bräuche, die Gruppengesänge und die imposanten Geschichten der Bibel kombinieren sich, erhalten Charakteristika der einen oder anderen Kultur, und schlussendlich werden sie in geistliche «spirituelle» Lieder verwandelt; meistens a capella, d.h. ohne Instrumente.

Deshalb heisst unser Projektkonzert: Songs of Freedom. Denn diese Lieder waren einerseits eine Flucht in die Freiheit des rnusikalíschen Ausdrucks, anderseits waren sie tatsächlich der Schlüssel für viele Sklaven, um in das „gelobte Land", in die freien Staaten der USA oder Kanada zu gelangen, wo sie endlich freie Menschen waren.